Indien gilt als bevölkerungsreichste Demokratie der Welt. Trotz einem immens grossen Heer an Arbeitskräften, gelten 95 Prozent als unqualifiziert. Ein Drittel der Bevölkerung sind Analphabeten, 98 Prozent davon leben in ländlichen Gebieten. Nach wie vor hängt die Hälfte aller Inder direkt von der Landwirtschaft ab und noch immer ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich ausreichend ernähren zu können.

 

Frau_Indien_06_webVor allem im Süden des Subkontinents ist die Unter- und Fehlernährung ein weit verbreitetes Problem. Dort ist der Anteil der Armen besonders hoch. Da die Schulen teilweise weit entfernt sind und die Familien auf die Hilfe der Kinder angewiesen sind, brechen viele die Schule wieder ab. Die meisten dieser Kinder helfen den Eltern zu Hause und in der Landwirtschaft.

Hier knüpft SILOAH an: Gemeinsam mit unseren beiden Projektpartnern, einer Kirchgemeinde in Mettur unter der Leitung von Pastor Anbu Jayapaul und des Klosters Anbu Illam unter der Leitung von Ordensschwester Ephrem leisten wir im südindischen Distrikt Salem Hilfe für viele notleidende Menschen in schwierigen Lebenslagen.


Mädchenförderschaften

In Indien ist die Stellung der Frau nach wie vor eine untergeordnete: Sie ist nichts wert. top_bild_indien_1Noch heute werden Mädchen bei der Geburt erwürgt, vergiftet oder lebend verscharrt. Überleben sie, sind sie zu harter Arbeit verdammt. Und werden noch immer als Kleinkinder verheiratet, auch wenn es offiziell verboten ist. SILOAH-Mädchenförderschaften ändern solche Schicksale. 42 Mädchen werden auf diese Weise heute gezielt unterstützt. Im Auftrag von SILOAH besucht der Pastor jede Familie drei Mal monatlich. Er sieht sich dabei die Verhältnisse und das Umfeld in dem die Mädchen leben genau an und achtet besonders darauf, ob die Fördergelder gemäss den Vorgaben verwendet werden: Mädchenförderschaften decken konkret ausgewogene Ernährung, medizinische Versorgung, Kleidung, Lernutensilien und den Schulbesuch ab.

scan0019_webDie Kirchgemeinde in Mettur Dam bietet für Frauen verschiedene Kurse an. Beispielsweise können sie hier Nähen oder das Zehn- Finger-System für Computer und Schreibmaschine erlernen. Viele der Frauen konnten wir so schon weiterbilden und zu besseren Arbeitsplatz-Chancen verhelfen.

 


Die Missionsstation Anbu Illam

2014-12_India_Anbu-Illam -030Nebst der Kirchgemeinde in Mettur unterstützen wir seit neustem auch das Kloster Anbu Illam, das am Rande von Metturs Nachbarstadt Salem liegt. Dort lebt die indische Ordensschwester Ephrem und acht Mitschwestern. Sie kümmern sich selbstlos um Frauen, Kinder, Kranke und Notleidende. Liebevoll führen sie hier eine kleine Schule für 45 schwer behinderte Kinder sowie einen Kindergarten für 30 Mädchen und Jungen. Auch Erwachsene werden in dem Kloster gefördert, etwa mit Fortbildungskursen, Selbsthilfegruppen und Mikrokrediten.

Ein zentrales Projekt des Klosters Anbu Illam sind die Kinderparlamente. Die Kinder treffen sich wöchentlich in Gruppen von bis zu 30 Kindern in Gegenwart von einer Schwester und einer angestellten Sozialhelferin. In den Kinderparlamenten werden gemeinsam Lösungen für alltägliche Sorgen gesucht. Ganz nebenbei lernen die Kinder, dass ihre Stimme Gehör findet und dass sie ihr Leben in die Hand nehmen können.

2014-12_India_Anbu-Illam-Creche (4)Unser Ziel ist es, so vielen Kindern aus den Parlamenten wie möglich eine Patenschaft vermitteln zu können. Eine Patenschaft sichert die Kosten für den Schulbesuch, Schulmaterialien, Kleidung, Essen und medizinische Versorgung. Ohne Hilfe einer Patenschaft würden viele Kinder, insbesondere Mädchen, früh die Schule abbrechen und von ihren Eltern zur Arbeit geschickt werden.

 

 

Die Ziele der SILOAH-Projektarbeit:

  • Patenschaftsprogramm
  • Kursprogramme speziell für Frauen
  • Verbesserung der Ernährungssituation
  • Medizinische Grundversorgung
  • Umfassende Bildungsarbeit


Unterstützen Sie unsere Projektarbeit in Indien mit einer Spende oder schaffen Sie mit einer Patenschaft Zugang zu Bildung und damit einen Ausweg aus dem Kreislauf der Armut!

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