nyi napSchauen Sie einmal tief in diese vertrauten Kinderaugen. Lassen Sie das freche Lächeln auf sich wirken. Stellen Sie sich jetzt vor, dass dieser Junge von klein auf im Bürgerkrieg Menschen tötet, dass er von den Armeemitgliedern sexuell ausgebeutet und in jeglichen Rechten unterdrückt wird. Unvorstellbar, oder?

Nur um ein Haar ist Sai (zum Schutz des Jungen wurde der Name geändert) vor sechs Jahren der Rekrutierung in die furchtbare Armee Burmas entkommen. Nur um ein Haar wurde Sai seiner Kindheit beraubt.

Laut Ralf Willinger, Referent für Kinderrechte bei „Terre des hommes“, gibt es in Burma knapp 80‘000 unter 18 jährige Kämpfer, so viele wie nirgend sonst wo auf der Welt. Die burmesische Regierung wird stark vom Militär beeinflusst. Verfolgungen von ethnischen Minderheiten sowie Völkermord gehören in Burma zum Alltag, kämpfende, minderjährige Kinder mitten im Geschehen ebenfalls.

 

Korruption und Bestechung

Offiziell ist es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verboten, der Armee beizutreten. Trotzdem werden sie illegal dazu gezwungen, denn eine Kinderarmee ist viel gefürchteter als eine Armee mit Erwachsenen, da sie leichter zu manipulieren, viel beweglicher und flinker sind. Die Regierung beauftragt sogenannte Rekrutierer, die Kinder in die Armee holen sollen. Dabei bedrohen sie die KindersoldatenFamilien der Kinder mit einer Gefängnisstrafe oder bieten ihnen Geld an. Meistens leben die betroffenen Kinder unter sehr armen Verhältnissen. Mit diesem Wissen brennt die Armee bewusst ganze Felder nieder, damit die Familien verarmen und als letzte Lösung ihre Kinder dem Militär übergeben. Die Dokumente der Kinder werden mit inkorrekten Geburtsdaten gefälscht und Ärzte, die den Betrug bemerken, werden bestochen. Sobald die Daten eines Kindes einmal aufgenommen sind, gibt es kein Zurück mehr.

Sai hatte Glück im Unglück, denn so weit kam es bei ihm nicht. Als er erfuhr, dass ihn seine Eltern beim Dorfobersten für die Armee anmelden wollen, war er gerade mal 9 Jahre alt. Er versuchte, seine Eltern davon zu überzeugen, dass er nicht auf dem Schlachtfeld sterben, sondern die Schule besuchen möchte. Doch seine Eltern sahen keinen anderen Ausweg aus ihrer Armut, als ihren Sohn dem Militär zu übergehen, zumal sie ihm ohnehin niemals die Schule hätten bezahlen können. Sai wollte sich seinem Schicksal keinesfalls fügen und ergriff die Flucht. Mithilfe eines Freundes aus dem Dorf fand er glücklicherweise den Weg in eines der drei von SILOAH unterstützen Kinderheimen.

 

Retten und schützen

DSC05466 copyÜber 200 Mädchen und Buben finden dort  Zuflucht, Schutz und eine Zukunft. SILOAH unterstützt die Kinderheime mit angeschlossenen Schulen im Osten Burmas mit Hilfe seiner Partnerorganisation „Allianz zur Rettung für Kindersoldaten“. Hier leben sowohl Flüchtlinge aus dem Militärlager als auch Kinder, die gefährdet sind, vom Militär einbezogen zu werden. Das Leben in dieser geschützten familiären Atmosphäre hat immense heilende Kraft und erlaubt den Schützlingen, Kind zu sein und das Erlebte zu verarbeiten.

Mittlerweile lebt Sai seit sechs Jahren in einem der Kinderheime und besucht die 3. Klasse. Er ist ein begeisterter Schüler und kann schon drei Sprachen fliessend lesen. In seiner Freizeit spielt er am liebsten Fussball und Badminton. Ausserdem liebt er es, zu singen und in der Bibel zu lesen. Wenn er gross ist, möchte er Pastor werden und um die Welt reisen, um mit allen Menschen Gospel zu singen, die er auf seinem Weg treffen wird. Ausserdem möchte er lernen Gitarre zu spielen, damit er später Lieder und Gospel selbst begleiten kann.

KinderUns ist bewusst, wir können nicht allen Kindersoldaten auf der ganzen Welt helfen. Aber wir können die ganze Welt eines jeden Kindes in diesem Heim verändern. Fünf Grundsteine bilden daher das Fundament für ein gesundes Wachstum eines Kindes in unseren Heimen in Burma: Obdach, gesunde Ernährung, medizinische Versorgung, eine solide Schulbildung sowie psychologische und seelsorgerliche Betreuung. All das können wir nur mit Spenden ermöglichen. Dringend wird benötigt: Warme Kleidung, Schuhe, Socken und Gummistiefel.

 

Können Sie sich heute vorstellen, mit einer Spende eine Lücke zu schliessen? Dann spenden Sie bitte mit dem entsprechenden Vermerk auf das SILOAH Spendenkonto 60-329646-6:

-18 Franken garantieren die Unterkunft sowie Kleidung und sauberes Wasser pro Kind und Tag.
-33 Franken ermöglichen die gesunde Ernährung eines Kindes pro Woche.
-57 Franken kostet der Schulbesuch eines Kindes in einem Heim pro Monat.

Wenn sie die Kinderheime in Burma langfristig unterstützen möchten, übernehmen Sie eine Förderschaft! Vielen Dank für Ihr Engagement!

Förderschaftsantrag für Kindersoldaten in Burma

 

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