Nach dem Schulmassaker in Pakistan: Schulbildung ist die einzige Antwort auf gewalttätigen Extremismus

September 2013: Bei einem Selbstmordanschlag auf die Allerheiligenkirche in Peschawar sterben während der letzten Worte des Schlussgebets „Gehet hin in Frieden“ 122 Menschen auf grausamste Weise.

September 2013: Bei einem Selbstmordanschlag auf die Allerheiligenkirche in Peschawar sterben während der letzten Worte des Schlussgebets „Gehet hin in Frieden“ 122 Menschen auf grausamste Weise.

Der 16. Dezember 2014 in Peschawar. Ein Tag wie jeder anderer? Kein Tag wie jeder anderer. Sechs Bewaffnete in Armeeuniform dringen mittags in eine öffentliche Schule ein. Es ist gerade Examenszeit: Rund 500 Schüler und ihre Lehrer sind in der Army Public School, ein Teil legt die jährlichen Prüfungen ab. Dann beginnt das Massaker.

Die Attentäter von der islamistischen Terrororganisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) – nach Aussage deren eigenen „Sprechers“ Muhammad Khorasani allesamt „Mörder und Selbstmordattentäter“ – gehen von Klassenzimmer zu Klassenzimmer und töten Kinder und Jugendliche. Wahllos, aber auch mit gezielten Kopfschüssen aus nächster Nähe. Beim Blutbad sterben insgesamt 140 Menschen, 132 sind Schüler, 121 weitere werden verletzt.

Wer ermordet wehrlose Kinder und Jugendliche? Menschen, die Schulbildung für gefährlich halten. Die TTP steht damit in der Tradition anderer fanatisierter islamistischer Terrorgruppen, wie der Al-Kaida, dem Islamischen Staat (IS) oder Boko Haram. Letztere trägt die Antwort schon in ihrem Namen, er bedeutet sinngemäss „Westliche Bildung ist Sünde.“

In den letzten zehn Jahren sterben in Pakistan mehr als 50‘000 Zivilisten und 15‘000 Angehörige der Sicherheitskräfte. Damit sind das Land und sein gefährlicher Nordwesten mit der 3-Millionen-Stadt Peschawar der richtige Ort hier eine andere Antwort zu geben, so wie es SILOAH seit Jahren tut.

Die Antwort auf den Terror ist eindeutig: Investition in Bildung. Schule, Bücher und Ausbildung sind die nachgewiesen besten Mittel gegen Armut. Sie sind der Hauptgrund, dass junge Menschen sich nicht in ein Leben der Gewalt ziehen lassen und damit auch die beste Antiterrormassnahme. Denn Bildung gibt Hoffnung und Chancen. Bildung verändert alles.

2009 initiierte SILOAH zusammen mit seiner Partnerorganisation ARO* die PAK-German-School. Sie ist ein absolutes Erfolgsprojekt. Unser Projektleiter Benjamin Schaeffer sagt im Rückblick: „Zu unserer eigenen Überraschung brauchte es damals im Frühjahr 2009 nur rund 2 Wochen um die ersten 85 Kinder in drei Vorschulgruppen und vier Grundschulklassen zu rekrutieren.“

 

Schule statt Bomben. Heute besuchen weit mehr als 500 Kinder und Jugendliche die Schule. Unsere Schule kennt keine Ausgrenzung anderer Religionen. Und ein Novum in Pakistan: Mädchen und Jungen werden gemeinsam bis zur 7. Klasse unterrichtet.

Setzen Sie jetzt ein Zeichen gegen den Terror und unterstützen sie die SILOAH-Schule. Mit einer allgemeinen Spende oder einem Schulstipendium**. Schulbildung ist die stärkste, langfristige Antwort auf gewalttätigen Extremismus. Schenken Sie den Kindern Peschawars eine bessere Zukunft.

Bitte helfen Sie jetzt!

> Einfach und direkt online spenden!
> Mit dem Vermerk „Schulprojekt in Peshawar

auf unserem Spendenkonto 60-329646-6!
> Oder fordern Sie einen Einzahlungsschein an:
per Telefon unter 031 982 01 03 oder per E-Mail!

* ARO = Aid for Refugees and Orphans — Hilfe für Flüchtlinge und Waisen
** Ein Schulstipendium finanziert einem armen Kind die Einschreibgebühr, das monatliche Schulgeld, die Schuluniform, Bücher, Hefte, Schreibgeräte und Ausflüge samt Picknick — ein ganzes Jahr. Gleichzeitig kommt das Geld dadurch der Schule und ihrem Ausbau zugute, denn es finanziert die Lehrergehälter, die Erhaltung, Ausstattung und den Ausbau des Schulgebäudes.

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